„Warum gibt es eigentlich noch Autorenlesungen?“

…so sieht es Michael Wolf in seinem Artikel, der am 13.09.2016 in der Welt erschienen ist. Und gibt auf seine eingangs im Titel gestellte Frage doch keine Antwort. Ist es gar rhetorisch gemeint? Sind Autorenlesungen tot? obsolet? Es ist nicht der erste Artikel dieser Art und fast jedes Mal stellt sich mir die Frage, sind Lesungen nicht viel mehr einer der vielen schönen Perlen der „Perlenkette Literatur“? Und die einzelnen Perlen einfach nur gleichberechtigte Teile eines Ganzen? Das Schöne ist doch die Freiheit sich zwischen Live-Darbietung, der eigenen Lektüre, dem Lauschen eines Hörspiels oder einer Lesung im TV-Gerät entscheiden zu können…

Once again, „Autorenlesung“ ist nicht gleich „Autorenlesung“. Es kommt doch erstens auf die Art der Vermittlung der Literatur an und zweitens auf die Art des Mediums, das jeder einzelne wählt. Da gibt es zum Glück eine große Auswahl. Vielfalt. Und das ist auch gut so. PoetenSchmaus hat als Veranstaltungsformat auch stets auf eine vielfältige Darbietungsweise bzw. Literaturvermittlung geachtet, die genau so Grenzen und eingefahrene Muster sprengt, wie es Literaturdarbietung eben heutzutage zu in der Lage ist. Literatur mal lyrisch vorgetragen – im Sitzen, im Stehen, mal gerappt, mal verpackt in humoristischer Gesellschaftskritik, mal in experimentellen Soundcollagen und das nach gusto begleitet von einer mitreißenden Performance.

Bitte liebe „Autorenlesungen“, bitte sterbt nie aus.
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